2. Kunstgarten-Schau

Die 2. Kunstgarten-Schau eröffnet am 14. Mai 2022 und ist bis zum 2. Juli zu sehen.

Die Eröffnung beginnt um 15.00 Uhr die Saison im Kunstgarten des Budde-Hauses. Es ist eine offene Schau mit Werken Leipziger Bildhauer*innen und begleitendem Programm für alle Generationen. Bis 20.00 Uhr gibt gestalterische Angebote für Kinder, Führungen, Künstlergespräch, Musik und Performance.

Unter der Federführung von Kurator Frank Berger werden Skulpturen von Agnes Lammert, Lucy König und Nelly Schmücking gezeigt. 

Die 2. Kunstgarten-Schau ist ein Gemeinschaftsprojekt von KUNSTKONZIL und dem soziokulturellen Zentrum Buddehaus und wird vom Kulturamt der Stadt Leipzig gefördert.

Agnes Lammert gestaltet ihre Skulpturen, indem sie Modelle anfertigt und deren Negativräume mit vielfältigen Materialien wie Wachs, Gips, Beton, Silikon und anderen Kunststoffen sowie Bronze ausgießt. Ihre Gebilde scheinen von Stoff verdeckt zu sein, in Falten gelegt, straffgezogen und an anderer Stelle wieder geknautscht. Ihre neueren Werke verlagern die Aufmerksamkeit auf den Innenraum und kreisen mit forschender Neugier um das Thema der Höhle. Agnes Lammert lebt und arbeitet in Leipzig. Sie ist Lehrbeauftragte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Agnes Lammert, Mud 03, Foto: Wolfgang Grau

Lucy König präsentiert ihre Werkreihe „Fragmente“. Im Zentrum ihrer plastischen Arbeiten stehen Grenzbereiche von Körpern – in Form von Figuren, Hüllen und Architekturen. Sie beziehen sich auf Grundformen von Kleidungsstücken, entziehen sich aber deren Funktionszusammenhängen und formen so eigenständige Objekte. Diese werden gespiegelt, gedreht und neu zusammengesetzt. Es entstehen amorphe Objekte aus Polymergips, Glasfasergelege und Lack. Lucy König lebt in Leipzig und arbeitet als Dozentin für plastische Grundlagen an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Lucy König, crosstalk, Foto: Luise von Rohden

Nelly Schmücking widmet sich der Tierplastik. Unter Verwendung unterschiedlicher, teils trivialer Baumaterialien wie Draht, Jute, Beton, Holz, Metall, versucht sie, den artifiziellen Charakter ihrer Darstellungen zu unterstreichen. Ihre Tierplastiken fügen sich, unterschiedlich montiert und durch modellierte Teile ergänzt, zu einem Gebilde zusammen, das einem lebendigen Tier ähnelt. Dahinter steht die Idee, ein Äquivalent zu dem natürlichen Vorbild, mehr als eine naturalistische Abbildung dessen zu erschaffen. Nelly Schmücking hat in Berlin, Utrecht und Leipzig Biologie, Kunstgeschichte und Veterinärmedizin studiert. Sie lebt und arbeitet in Leipzig und Bad Schmiedeberg.

Nelly Schmücking, Hase, Foto: Nelly Schmücking

Die Kunstgarten-Schau wird gefördert durch

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